Selbstklebende Bordüren auf Raufaser und Strukturtapete


Selbstklebende Bordüren und Raufasertapeten sind eine Sache für sich. Da die Raufasertapete (erfunden und heute noch bekannt unter dem Namen Rauhfaser) eine Strukturtapete ist und eben keine glatte Fläche darstellt, halten selbstklebende Bordüren häufig nicht. Die Bordüre hat durch die Struktur weniger Berührungspunkte mit der Tapete, weswegen die Last der Bordüre nur vielen relativ kleinen Punkten getragen wird, anstatt von eben einer ebenen Fläche.

Es gibt aber natürlich ein paar Tipps und Tricks, mit denen eine selbstklebende Bordüre auch auf Raufaser hält.

Selbstklebende Bordüren für Raufaser und Strukturtapeten

Aufgrund der oben geschilderten Problematik halten vor allem billige selbstklebende Bordüren nur selten lange auf einer Strukturtapete. Bei billigen Bordüren wird in der Regel auch am Kleber gespart und ein Klebstoff verwendet, der nur auf ebenen Flächen hält, da die Klebekraft zu schwach ist.

Eine saubere Lösung ist die Investition in teurere selbstklebende Bordüren, die speziell für die Dekoration von Raufasertapeten ausgelegt sind. Solche Bordüren bestehen meist aus einem etwas weicheren Material, welches sich der Struktur der Tapete sehr gut anpasst. Dadurch vergrößert sich die Kontaktfläche und die Bordüre hat einen viel besseren Halt. Der Klebstoff ist ebenfalls hochwertiger und dafür ausgelegt, die Bordüre auch mit einer verkleinerten Kontaktfläche an der Wand zu halten.

Der Nachteil von selbstklebenden Bordüren für Raufaser ist natürlich einerseits der Preis. Als nachteilig kann sich auch der Klebstoff erweisen, der zwar schön stark ist, sich dafür jedoch nicht immer rückstandslos entfernen lässt. Man sollte also unbedingt darauf achten, um was für einen Klebstoff es sich handelt und ob man die Bordüre wieder entfernen kann ohne sich die Tapete zu ruinieren.

Selbstklebende Bordüre mit Leim auf Raufaser

Eine andere Lösung ist deutlich preiswerter, dafür aber mit etwas Aufwand verbunden. Jede selbstklebende Bordüre hält auf Rauhfaser, wenn man sie wie eine Tapete behandelt und mit Leim fixiert. Man geht hier wie beim Tapezieren bzw. dem Anbringen von nicht selbstklebenden Bordüren vor.

Die Vorbereitung des Untergrunds erfolgt hierbei genauso wie von anderen Untergründen auch. Dann bereitet man einen Tapeziertisch vor und rührt Kleister an. Es gilt zu beachten, dass die selbstklebende Bordüre durch den Kleister aufgeweicht wird, wodurch sich ihre Oberfläche vergrößert. Beim Trocknen zieht sie sich wieder zusammen. Diese Eigenschaft muss wie beim normalen Tapezieren berücksichtigt werden, damit keine unschönen Lücken zwischen den einzelnen Teilen der Bordüre entstehen.

Es ist empfehlenswert, die Bordüre in nicht zu große Abschnitte zu zerteilen. So hat man eine bessere Kontrolle über die Lücken beim Zusammenziehen und außerdem den Vorteil, dass die einzelnen Abschnitte nicht besonders schwer sind. Der Leim erhöht das Gewicht der Bordüre und ist in den ersten Momenten noch recht flüssig. Je schwerer die einzelnen Abschnitte sind, desto größer ist die Gefahr, dass die Bordüre während des Trocknens verrutscht, was bei kleinen Abschnitten nicht so schwer zu korrigieren ist wie bei großen.

Ist die Bordüre zerteilt und der Leim fertig, legt man die Bordüre mit der Klebeseite nach oben auf den Tapeziertisch und kleistert sie wie eine Tapete ein. Viele selbstklebende Bordüren verfügen über eine Schutzfolie an der Klebeseite. Diese wird vor dem Einkleistern natürlich entfernt.

Nachdem die Bordüre auf der Tapete hält, streicht man sie noch mit einem Tapezierspachtel oder einer Tapezierbürste glatt und drückt sie fest an. Dadurch wird die Kontaktfläche noch einmal vergrößert und die Bordüre hält auch auf der Raufasertapete bombenfest.

Raufasertapeten richtig vorbereiten

Selbstklebende Bordüren können natürlich auch ohne Kleister oder speziellen Bordürenkleber auf Raufasertapeten halten. Wenn man bei der Vorbereitung des Untergrunds richtig sorgfältig arbeitet ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Bordüre lange hält, relativ hoch. Eine sehr sichere Methode ist die Glättung der Raufaser entlang des gewünschten Verlaufs der Wanddekoration.

Der Verlauf wird präzise auf die Tapete gezeichnet, wobei man Ober- und Unterkante berücksichtigt. Alles was zwischen den beiden Markierungen liegt wird mit einem Spachtel geglättet. Der große Nachteil dieser Methode ist, dass die Struktur der Tapete zerstört wird. Möchte man die Bordüre später entfernen, kann man diese nur mit einer mindestens genauso breiten Bordüre ersetzen oder man lebt mit dem geglätteten Streifen an der Wand.

Ansonsten säubert man die Tapete entlang des Bordürenverlaufs mit besonders großer Sorgfalt, damit der Untergrund auch wirklich frei von Verunreinigungen jeglicher Art ist, besonders aber von Fett. Hier empfiehlt sich ein spezieller Reiniger der die Tapete selbst nicht angreift. Wenn die Tapete entlang des Verlaufs sauber und trocken ist, kann man mit dem Ankleben der Bordüre beginnen. An dieser Stelle ist es besonders wichtig, die Bordüre kräftig anzudrücken, um die Kontaktfläche zu erhöhen.